„Bedauerliche Einzelfälle“

16. April 2012

Ich habe ja in den letzten Jahren den Aufstieg der Piraten als einer irgendwie linken Partei mit einer gewissen Grundsympathie verfolgt. Doch in den letzten Monaten stellt sich angesichts diverser „Gates“ und einer immer offensichtlicher werdenden inhaltlichen Beliebigkeit, die sich zumeist „postideologisch“ begründet, mehr und mehr die Frage, was man von der Partei halten soll und inwieweit man es überhaupt mit einer auch nur irgendwie linken Partei zu tun hat.

Logo der Piratenpartei Deutschland, Crative Commons: http://wiki.piratenpartei.de/Bild:Logo_3d.svgEin abschließendes Urteil habe ich mir dazu noch nicht gebildet, bin dieser Tage im Web aber auf zwei Funde gestoßen, die ich für höchst beachtenswert halten:

Harald Staun untersucht in der FAZ ziemlich kenntnisreich, das problematische (Nicht-)Verhältnis der Piraten zu Antisemitismus und Rassismus: Relativ rechts. Hat die Piratenpartei ein Problem mit Antisemitismus und Rassismus? Und wenn ja: Kann sie es lösen, ohne normal zu werden?

Zudem gibt es jetzt einen Tumblr, der „bedauerliche Einzelfälle“, wie es ja meist so schön veharmlosend heißt, dokumentiert und damit das Gegenteil beweist: Antisemitische, rassistische, sexistische Vorfälle sind dort eben gerade keine Einzelfälle, sondern Legion: „Da kann man leider nix machen“

Absolute Leseempfehlung für beides!

Hattips: @Elquee und @Kegelklub

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